Drittanbieter auf der Mobilfunkrechnung

Es ist heutzutage ein allgegenwärtiges Problem: Man erhält seine monatliche Mobilfunkabrechnung und muss feststellen, dass ein sogenannter Drittanbieter, Mehrwertdienst oder Fremdanbieter Pauschalbeträge abgebucht hat. Und nicht nur das, es ist zudem eine Herausforderung aus diesem Abo wieder herauszukommen.

 

Ist die Abbuchung über Ihre Telefonabrechnung überhaupt zulässig?

 

Grundsätzlich haben Sie einen Vertrag mit dem Telefonanbieter geschlossen, d.h. streng genommen nur dieser hat das Recht seine Leistungen Ihnen in Rechnung zu stellen... Wenn da nicht die kleingedruckten AGB gewesen wären, wo die Legitimation für Mehrwertdienste formuliert ist. Deshalb verweist Sie Ihr Telefonanbieter hinterher auf die Möglichkeit der Drittanbieter-Sperre. Ihnen wird dann erklärt, dass solch Zugriffe zukünftig nicht mehr möglich sind, Sie allerdings die weiteren Abbuchungen des bereits legitimierten Drittanbieters hinnehmen müssen.

 

Warum lässt das der Telefonanbieter zu?

 

Der Telefonanbieter verdient durch diesen Zusatzservice sehr viel Geld. Das ist auch der Grund weshalb er die weiteren Abbuchungen auch nicht verhindert. Bei Nachfrage erhalten Sie lediglich den Hinweis, dass Sie sich an den Drittanbieter wenden sollen. Würde der Telefonanbieter die weiteren Abbuchungen verbieten bzw. die bereits abgebuchten Beträge erstatten, führe dies zu schweren finanziellen Einbußen des Telefonanbieters.

 

Ein Vertragsschluss? Aber wann?

 

Jede Abbuchung setzt eine vertragliche Grundlage voraus. Es ist keine Seltenheit, dass man sich an einen Vertragsschluss im Internet nicht erinnern kann. Zweifeln sollte man dann nicht an sich selber, sondern an einem wirksamen Vertragsschluss.

Oftmals genügt schon ein Klick auf eine Bannerwerbung und Ihre Telefonnummer wird an den Drittanbieter übertragen und dieser legitimiert sich bei Ihrem Telefonanbieter. Ganz klar handelt es sich in einem solchen Fall, um einen unwirksamen Vertrag. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass ein Vertragsschluss im Internet zum einen eine erteilte  Rechtsbehelfsbelehrung voraussetzt und zum anderen haben Sie ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Der Drittanbieter ist Ihnen gegenüber verpflichtet, den Vertragsabschluss zu beweisen. In den meisten Fällen hat man auch keine Leistung in Anspruch genommen, so dass der Drittanbieter auch hierbei beweisfällig bleibt.

 

Was tun?

 

Manchmal gibt es eine Telefonhotline des Drittanbieters bei der man das Abo kündigen kann. Nehmen Sie per Email oder postalisch Kontakt zu dem Drittanbieter auf und fordern Sie die Erstattung der Abbuchungen und fordern Sie den Nachweis des Vertragsschlusses ein. Widersprechen Sie den Abbuchungen auch schriftlich gegenüber Ihrem Telefonanbieter.

 

Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass ein Brief vom Rechtsanwalt oft unverzichtbar ist, um erfolgreich aus der Sache zu gehen. Rufen Sie uns einfach kurz an, faxen uns Ihre Telefonabrechnungen und wir schicken ein entsprechendes Schreiben raus.

 

 

Rechtsanwältin

Vanessa Leite

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